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© Plakat von Marlis Knoblauch

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BACH - Ein Ballettabend

Premiere: 25. Mai 2001
(Im Rahmen des 76. Bachfestes der Neuen Bachgesellschaft in Eisenach)
Musikalische Leitung: GMD Wolfgang Wappler
Choreografie und Inszenierung: Sabine Pechuel
Ausstattung: Marlis Knoblauch

Sabine Pechuel wählte für ihren zweiteiligen Ballettabend Werke des "weltlichen" Bach: Konzerte und Orchestersuiten, wahrscheinlich entstanden in seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen. Die tänzerische Auseinandersetzung mit Bachs Werken ist zweifellos einer der Höhepunkte des 76. Bachfestes der Neuen Bachgesellschaft und für das kleine Ballettensemble des Thüringer Landestheaters eine große Herausforderung.
Klassisches Ballett steht im Mittelpunkt der ersten Hälfte des Abends. Zu Bachs Violinkonzerten a-moll und E-Dur sowie dem d-moll- Doppelkonzert gestalten die Tänzerinnen und Tänzer im "Konzert für Tänzer" eindrucksvolle Bilder. In Soli, Duetten und Ensembleszenen schaffen sie eine adäquate Verbindung zu Bachs Musik, indem sie den Dialog zwischen Soloinstrumenten und Orchester tänzerisch sichtbar machen. Es geht um das Verhältnis des Einzelnen zur Gruppe, um Nähe und Distanz, um flüchtige Begegnungen und ewige Bindungen. Im Kontrast dazu steht der zweite Teil der Inszenierung, der von der Frage ausgeht, wie uns Bach heute begegnet. Die Unterhaltungsindustrie hat sich seiner längst bemächtigt. Viele Bachsche Ohrwürmer geistern durch die Medien und tragen so, freilich völlig anders, als Bach es sich seinerzeit gedacht hatte, zur "Ergötzung des Gemüths" bei. Zu den Orchestersuiten Nr. 2, h-moll, und Nr. 3, D-Dur, (BWV 1067 und 1068) wird mit den Mitteln des Tanztheaters und einem Augenzwinkern gezeigt, wie sich die Medien zwischen die Menschen drängen, welche merkwürdigen Abhängigkeiten dadurch entstehen und wie sich die Kommunikation und das Zusammenleben dadurch verändern.

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