Projekte

 

© Plakat von Sascha Brosmann

Fotos "Lange Jugendtanznacht"

Programm
"Tanzbaustelle Pfefferberg"
Internationales Tanzfestival 14.-23. September 2001


Wenn aus einem Veranstaltungsort binnen weniger Monate eine Baustelle wird, bieten sich zwei Möglichkeiten: Flucht oder künstlerische Inbesitznahme der sich öffnenden Räume. Pfefferwerk Stadtkultur e.V. hatte sich für letzteres entschieden und lud an zehn Tagen zum Tanz auf der Baustelle ein. "Tanzbaustelle Pfefferberg" hieß das letzte Festival für zeitgenössischen Tanz, das auf dem "alten" Pfefferberg stattfand.
Zum bevorzugten Performance-Ort hatte sich im Laufe der Probenarbeit ein Keller entpuppt. Er hatte eigentlich alles, was TänzerInnen gerade nicht brauchen: Steinfußböden, unendlich viele Säulen und - er war kalt! Trotzdem war er von ungeheurem Charme, und alle FestivalteilnehmerInnen (auch die Veranstalter!) hatten sich sofort in ihn verliebt.
Trotz aller sorgfältigen Vorbereitungen wäre das Festival beinahe im letzten Moment den Ereignissen des 11. September 2001 zum Opfer gefallen. Der Eröffnungsabend am 14. September war ausschließlich mit amerikanischen KünstlerInnen besetzt und es war lange nicht klar, ob zum einen diese in der Lage sein würden, auf einer Bühne zu stehen, und ob andererseits in den Wirren dieser Zeit auch nur ein einziger Besucher sich auf den Weg zur "Tanzbaustelle" machen würde. Schließlich war der Festivalauftakt an diesem Freitag, dem 14. September 2001, ein großartiger Theaterabend in ausverkauftem Haus (=Keller), und auch alle weiteren Vorstellungen fanden statt und stießen auf große Resonanz.

Innerhalb des Festivals gab es mit der "Langen Jugendtanznacht" im Saal des Pfefferberges noch einmal ein Treffen Berliner Jugendtanzgruppen.
Am 21. September präsentierten die Gruppen Flatback and Cry, Ännymoor und die Faster-Than-Light-Dance-Company (alle schon beim Berliner Jugendtanztreffen 2000 dabei) ihre neuesten Arbeiten dem zahlreich erschienenen und begeisterten Publikum. Dazu kam eine Gruppe von Brandenburger Jugendlichen, die mit der Choreografin Conny Buber im Rahmen eines Sommertanzprojektes des Amtes für evangelische Kinder- und Jugendarbeit in Berlin und Brandenburg in nur 10 Tagen ein Stück erarbeitet hatte.
Traditionsgemäß endete auch diese Jugendtanznacht mit einem Runden Tisch, an dem die nächsten Projekte und Schritte zur weiteren Vernetzung des Berliner Jugendtanzes geplant wurden.

Wichtigster Kooperationspartner des Festivals, sowohl künstlerische als auch organisatorische Fragen betreffend, waren die k77 studios.
Das Festival wurde gefördert vom Kulturamt Pankow und unterstützt vom Mime Centrum Berlin, dem Podewil und der Pfefferwerk Bau- und Entwicklungsgesellschaft KG.

TANZBAUSTELLE © 2005-