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© Andrea Keiz

Julio
Eine multidisziplinäre Inszenierung über Sehnsüchte, Alterungs- und andere Prozesse

Premiere: 15. April 2006 in der Tanzfabrik, Berlin

Performance: Eliane Hutmacher, Susanne Martin, Olaf Stuve
Video: Andrea Keiz
Fotos: AnnA Stein
Technische Leitung und Licht: Martin Pilz

Der alte "HERR K.MÜH" erzählt stumm von seinem Aufbrechen in ein sinnlicheres Leben. Die alternde "CLAUDIA" zeigt wortreich die verhinderten Begehren. Ein BILDUNGSREFERENT eröffnet die Möglichkeit, Geschlechtlichkeit neu zu denken, während die SCHNULZENSÄNGERIN ihn konterkariert. Ein DOKUMENTARISCHER FILM über Senioren auf Mallorca hofft, in der stereotypen Massenhoffnung vom kontrollierten Mindestluxus für Rentner auf der "deutschen Insel" die individuellen Brüche, Verschrobenheiten, Liebesansprüche und -erinnerungen ans Licht zu holen. Im Jazztanzduett mit einem Freund ("AMIGOS") verdreht Herr Müh noch mal alle Klarheiten von Identität, und der Abend endet schließlich in der still beobachtenden Aufsicht eines Hotelswimmingpools in den FOTOS von AnnA Stein. Zu all dem taucht leitmotivisch immer wieder die Musik von JULIO IGLESIAS auf.
Aus den beiden Charakterstudien männlicher und weiblicher Begehrlichkeiten - "Herr K. Müh" (2003) und "Claudia" (2004) - ist ein ganzer Abend geworden. Wir freuen uns, dass Klaus und Claudia noch einmal ihre Erfahrung und ihren tänzerischen Enthusiasmus mit uns teilen und blicken mit größter Erwartung auf ihre künstlerischen Mitstreiter, die uns mit Gesang, Tanz, Vortrag, Fotos und Film hoffentlich neue Horizonte über Sehnsüchte, Alterungs- und andere Prozesse eröffnen werden.

Eine Koproduktion von Susanne Martin und der Tanzfabrik Berlin im Rahmen der Reihe tanz hoch zwei.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin und den Fonds Darstellende Künste.

Ticketreservierungen: 030- 786 58 61


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