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© Plakat von Diana Dodson

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MACBETT
von Eugène Ionesco

Premiere: 12. November 2003 in der Villa Elisabeth, Berlin
Regie und Raumidee: Pamela Dürr
Kostüme: Inge Gill Klossner
Regieassistenz und Licht: Carmen Rossi

Nach dem Krieg. Auf der Bühne ein trauriges Häufchen Übriggebliebene. Überlebende des Dramas um Macbett vielleicht? Eines anderen Gemetzels der Vergangenheit? Oder eines zukünftigen Krieges? Mit Verve stürzt sich die gänzlich unheroische Truppe in die Geschichte ihrer verlorenen Helden, mimt Schlachtengetümmel, Untertanengebaren, Verschwörungsszenario und Intrigenspiel. Virtuos und respektlos verbinden die Antihelden sketchartige Miniaturen, Opernparodien und Shakespeare-Zitate zu einem ausgelassenen Totentanz: Sie spielen MACBETT.
MACBETT von Eugène Ionesco, 1972 entstanden und eines seiner letzten Stücke, ist eine Bearbeitung des Dramas "Macbeth" von William Shakespeare. Anders als bei Shakespeare ist Ionescos Macbett mit seinen Ambitionen und deren rücksichtsloser Durchsetzung nicht die schillernde Ausnahme, sondern die Norm: Alle Figuren in diesem Stück, sowohl Männer als auch Frauen, versuchen mit mehr oder weniger Glück und Geschick, einander zu übervorteilen und ihren Machthunger auf Kosten ihrer Feinde, Untertanen, Vorgesetzten oder ehemaligen Verbündeten zu stillen. Dabei wählt Ionesco die holzschnittartige Form der Groteske, offensichtlich dem Marionettentheater verwandt, um dieses Perpetuum mobile der Weltgeschichte ad absurdum zu führen.
Die Schweizer Regisseurin Pamela Dürr hat dieses in Deutschland selten gespielte Stück von Ionesco, das jedoch auch 30 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seiner Aktualität und politischen Brisanz verloren hat, mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus der Schweiz und aus Deutschland auf die Bühne gebracht. Das Foyer der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte ist dabei mit seiner eigenwilligen Architektur und besonderen Geschichte nicht nur Bühnenraum, sondern wesentliches Element der Inszenierung, die Ende November 2003 auch in der Tojo Reitschule Bern und im Januar 2004 im Vorstadt-Theater Basel zu sehen war. Desweiteren stand ein Gastspiel beim Festival UNIDRAM Potsdam 2004 auf dem Tourneeplan.

In Zusammenarbeit mit den Sophiensaelen.

Gefördert durch Pro Helvetia, Präsidialdirektion der Stadt Bern, Kanton Bern, Fonds Darstellende Künste e.V., GGG, Binding Stiftung, Bürki-Stiftung, Burgergemeinde Bern, Stiftung zur Foerderung der darbietenden Kuenste.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro SOPHIEN.

Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch, München

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