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© Andreas Klose

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Der Mann der Menge
In Zusammenarbeit mit The British Council

Premiere: 23. Mai 1997 in der Kammerbühne des Staatstheaters
Choreographie: Robert Poole ("In the wake of other") / David Sutherland ("As the night deepened...") / Ana Sánchez-Colberg ("...es lässt sich nicht lesen...")
Bühnenbildidee: David Sutherland
Kostümidee: Ana Sánchez-Colberg, Robert Poole, David Sutherland
Lichtdesign: Lutz Deppe

Drei Choreographen begeben sich auf Spurensuche in Edgar Allan Poes Kurzgeschichte "The Man of the Crowd", die das thematische Gerüst für diesen mehrteiligen Tanzabend bildet. Es geht ihnen nicht um die tänzerische Nacherzählung dieses nach wie vor faszinierenden und hochaktuellen, bereits 1840 veröffentlichten Werkes, sondern um das Sichtbarmachen persönlicher Beziehungen zu diesem Stoff. Ein Mann wird eines Gegenübers gewahr, das ihn nicht mehr loslässt. Raum und Zeit vergessend folgt er diesem anderen durch die Menschenmenge der Großstadt. Und doch findet eine Begegnung nicht statt. Es scheint, als könne gerade durch Tanz die spannungsgeladene Beziehung des Einzelnen zur Masse, das Aufgehobensein in seiner doppelten Bedeutung am besten zum Ausdruck gebracht werden. Die Stücke sind aber auch ein choreographisches Lesen zwischen den Zeilen, ein Versuch der Visualisierung dessen, was "sich nicht lesen lässt". "Für mich ist das eine Geschichte über das Sichselbstfinden, über das Verfolgen eines Ziels. Was passiert mit einem, wenn man ein Ziel verfolgt? Welche Überraschungen birgt solch eine Reise?" - so beschreibt Ana Sánchez-Colberg, Choreographin und Dozentin am Londoner Laban Centre, ihren Blick auf Poes Geschichte. Wie der englische Choreograf Robert Poole arbeitet sie das erste Mal mit dem Ballett des Staatstheaters Cottbus.

TANZBAUSTELLE © 2005-