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© Christian Schroth

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Alte Liebe
Theater–Tanz–Projekt von Britta Pudelko und Stephan Müller für 4 Tänzerinnen und einen Jungmännerchor

Premiere: 25. November 2010 im Dock 11, Berlin
Weitere Vorstellungen: 26.-28. November 2010

Konzept & Inszenierung: Britta Pudelko, Stephan Müller
Performance: Liz King, Elke Kube, Sylvia Sadowski, Barbara Voß-Kindt;
Andreas Brockmeyer, Malte Draeger, Koray Gültekin, Richard Henschel, Benjamin Krause, Florian Lenz, Moses Leo, Christian Müller, Sebastian Reich, Alexander Schmidt, Carsten Stier, Marko Uebel
Musikalisches Arrangement & Performance: Meik Schwalm
Kostüme: Nina Gundlach
Lichtdesign: Benjamin Schälike
Dramaturgische Beratung & Produktionsleitung: Gabi Beier
Kostümassistenz: Nora Ludwig
Regieassistenz: Natalie Hofmann, Hans Reichelt

Pressetext als Download (PDF, 97 kb) hier.

Eine Frau. Noch eine Frau. Eine Frau und ein Mann. Noch ein Mann, noch eine Frau. Zwei Männer, zwei Frauen. Paare, Paarungen. Vier Frauen, vier Frauen ohne Männer, vier alte Frauen, vier alte Tänzerinnen, vier Alte. Vier alte Frauen tanzen. Vier alte Frauen tanzen Frauen und Männer, vier alte Tänzerinnen tanzen junge Frauen, junge Männer. Mit ihren Körpern, mit ihrer Erfahrungen, wegen ihrer Erfahrung, gegen ihre Erfahrung, mit ihren Körpern, gegen ihre Körper.
Zwölf junge Männer. Ein Chor von zwölf jungen Männern. Zwölf junge Männer tanzen. Sie reden. Sie reden über Frauen. Sie reden über die alten Frauen. Sie schreien. Sie reißen die alten Tänzerinnen aus ihren Traditionen, aus ihren Erzählungen, aus ihren Körpern.
Vier alte Tänzerinnen tanzen mit dem Chor. Der Chor schwitzt. Zwölf schwitzende junge Männer tanzen. Sie suchen sich eine Frau aus. Zwölf junge Männer lieben eine alte Frau. Vier alte Frauen teilen sich zwölf junge Männer. Vier alte Frauen bekommen von zwölf jungen Männern ein Kind. Die zwölf jungen Männer sind die Kinder der Frauen. Die Kinder sterben, es gibt keine Kinder mehr.


Zeit ist das Maß der Tradition und auch ihrer Verwerfung. Die Tanzkarrieren unserer vier Protagonistinnen sind schon lange zu Ende, die Körper und die Leidenschaften sind geblieben. Jetzt kehren sie tanzend auf die Bühne zurück. Technische Perfektion kann das Ziel nicht mehr sein. Sie befragen mit ihrem heutigen Wissen, ihren Erfahrungen, mit ihren Körpern ihre den jungen Körpern vorbehaltene alte Leidenschaft. Sie befragen ihren Inhalt, sie spielen damit, sie befragen sich selbst. Sie gehen das Risiko ein, sich einen anderen, neuen Raum zu schaffen, für ihren Ausdruck, für ihre Leidenschaft. Und sie riskieren, daran zu scheitern, die (eigenen) Maßstäbe sind hoch. Dieses Was mache ich mit mir und diesem Körper? heißt immer auch: Was bleibt von mir übrig?

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds 2010, unterstützt von Dock 11.

Tickets (15,- Euro / erm. 10,- Euro): 030-448 12 22


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